Das Jahr von Soylent Green

Das ist mein ganz persönlicher Gedanke zum Jahr 2022 und nicht mit uns Hühnern verbunden.
Seit ich als Jugendliche in den 80ern den Film gesehen habe, habe ich mich gefragt, wie es im Jahr 2022 tatsächlich sein wird. Jetzt hat das Jahr begonnen und es ist ein merkwürdiges Gefühl hier nun angekommen zu sein und zu wissen, was mein jüngeres Ich sich als Wissen herbeigesehnt hat.
Nun sind unsere Lebensumstände nicht ganz so katastrophal wie im Film gezeichnet, aber es gibt Parallelen. Unsere Gesellschaft hat sich aufgrund der Pandemie (hallo! Jahr 2) tatsächlich gespalten, nicht in arm und reich (ich rede hier nicht von den Diskrepanzen, die es bereits vorher gab), sondern in Befürworter und Gegner, Akzeptierer und Leugner. Und ich frage mich, ob sich diese Differenzen je wieder begleichen lassen und wir wieder zueinander finden.
Eine weitere Parallele? Knappheiten. Uns haben die Lockdowns so kopflos werden lassen, dass wir Verknappung gewisser Güter (Ihr wisst schon, was ich meine) selbst herbeigeführt haben durch unseren Egoismus.
Und es ist noch nicht soweit, wie in der erzählten Geschichte, aber wir steuern die Klimakatastrophe bedenklich schnell auf die Zielgerade zu.
Was ich mir vorgestellt hatte als Jugendliche? Sicherlich nicht, dass es ähnlich wird wie im Film. Ich steckte voller Optimismus, dass die Zukunft nur Gutes bereit hält und wir ewig leben. Mögliche Parallelen in der Realität hat mein Verstand und meine unbeschwerte Jugend nicht zugelassen. Als was für ein Luxus mir diese Unbeschwertheit heute erscheint!

Ich habe bewusst keine weiteren Ausführungen zu selbstbestimmtem Sterben gemacht. Oder zu Lebensmittelknappheit, Reichtum und Armut oder ähnlichen weltweiten Mißständen. Letztere sind nicht wegzudiskutieren und sollten von jedem Einzelnen in sein tägliches Handeln einbezogen werden, damit wir doch noch auf eine bessere Welt hoffen können statt weiter in die Katastrophe steuern.

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